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2026
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Was der Braunsberg sieht
Ein asphaltierter Parkplatz auf 343 Metern, direkt am Gipfel, Straße bis oben, elf Kilometer bis Bratislava: besser kann ein Platz kaum liegen. Der Horizont sagt etwas anderes — nach Südosten liegt Europa offen, nach Deutschland steht der Wienerwald genau auf der Sichtlinie.
Zweimal zwei Yagis am Feuerkogel
Der Horizont war gerechnet, die Stationen auch. Jetzt die Anlage: zwei gestockte 12-Element-Yagis, eine fest nach Deutschland, eine auf dem Rotor — und die Frage, wo am Feuerkogelhaus überhaupt ein Mast stehen darf, wenn rechts die Leute gehen, links die Paragleiter starten und hinten der Berg abbricht. Dazu der Vergleich mit dem Stuhleck.
Was der Gaisberg sieht
Der Gaisberg ist der Berg, auf den man einfach hinauffährt: 1 272 Meter, zehn Kilometer von Salzburg, ein Parkplatz am Straßenende, und der Blick geht direkt nach Bayern. Ich habe ihn gerechnet wie die anderen — 360 Peilungen, das Laserscan-Modell für die letzten zweihundert Meter, die Contestlogs darübergelegt. Die Aussicht ist gut. Der Platz ist es nicht.
Was das Stuhleck sieht
Der höchste Berg der Fischbacher Alpen hat eine Straße bis zum Haus und einen Parkplatz am Gipfel. 360 Peilungen, 800 Kilometer, 3 215 Contestlogs, dazu der Laserscan für die Hütte daneben — und ein Horizont, wie ihn keiner der fünf Standorte davor hat. Nur Deutschland liegt zur Hälfte hinter der Rax.
Was der Grünberg sieht
Gmundens Hausberg, 989 Meter, hundert Meter westlich hinter dem Gasthaus: dieselbe Rechnung wie für den Feuerkogel. Der Traunstein steht drei Kilometer vor der Tür und macht den halben Kreis zu — die andere Hälfte ist offen bis nach Bayern und Böhmen.
Wo die Stationen wirklich sind
Der Horizont war die erste Frage, die Gegenstationen sind die zweite. 3 215 Contestlogs aus zwei Jahren sagen, wohin die Antennen am Feuerkogel schauen müssen — und warum die zweite nicht auf Prag zeigt.
Was der Loser sieht — und was nicht
Der Parkplatz am Ende der Loser Panoramastraße liegt auf 1 585 Metern, und trotzdem ist er rundum zu. Ich habe die ganze Straße durchgerechnet, beide Parkplätze, beide Bergstationen und den Gipfel, dazu die Contestlogs: wer von dort erreichbar wäre. Nach Deutschland schaut nur einer, und zu dem muss man gehen.
Was das Hochkar sieht
Die Hochkar Alpenstraße endet auf 1 478 Metern — der höchste Punkt in Niederösterreich, den man mit dem Auto erreicht. Von dort gibt es genau ein Fenster: 48 Grad breit, nach Nordwesten, tief. Alles andere ist der Kessel des Skigebiets.
Was die Traisner Hütte sieht
Der fünfte Standort, und der erste ohne Loch nach Deutschland: die Traisner Hütte auf der Hinteralm bei Lilienfeld, 1 311 Meter. Von 264° über Nord bis 101° steht nichts im Weg — München, Nürnberg, Köln, Berlin, alle unter der Waagrechten. Zu ist nur der Süden, und der ist weit weg.
Was der Feuerkogel sieht
Bevor eine Contest-Station auf einen Berg kommt, sollte man wissen, wohin der Berg schaut. Für das Gasthaus Feuerkogelhaus habe ich es ausgerechnet: 360 Peilungen, 800 Kilometer, jeder Gipfel, der im Weg steht — und die Richtung, in der keiner steht.
Santa Magdalena, Mallorca
Ein kleiner Hügel über Inca, 305 Meter, zwei Punkte — und der IC-705 im Rucksack. Zwölf Verbindungen in SSB, von Andalusien bis Moldau.
Contest-Wochenende bei OE1W
Wieder auf der Traisnerhütte, wieder vierundzwanzig Stunden IARU-Region-1-UKW-Contest — diesmal ein paar Stunden selbst am Gerät. Traumhaftes Wetter, Bedingungen, wie man sie sich wünscht, weiteste Verbindung 1 005 Kilometer.
Die beiden, für die ich die Software schreibe
Zwei Kisten auf dem selben Tisch, ähnlich groß, beide über LAN angebunden — und trotzdem zwei völlig verschiedene Verhältnisse zur Software.
Überquerung des Höllengebirges, mit Nacht am Gipfel
Drei Gipfel über den Kamm, jeder höher als der davor. Oben geblieben statt abgestiegen — und deshalb zweimal dasselbe Licht bekommen, von beiden Seiten des Tages.
Schwalbenmauer und Kasberg an einem Tag
23 Kilometer in 5:30 Stunden, zwei Gipfel, perfektes Wetter — und ein Zustieg, der auf keinem Schild steht.
Windhagkogel — Gras bis zur Hüfte
1 334 Meter, schlecht beschildert, und im hohen Gras war vom eigentlichen Weg nichts mehr zu sehen. Am Gipfel dann zwei Minuten Hagel.
Brenntenkogel über Ebensee
1 135 Meter, vier Punkte und ein Weg, der oben aufhört, einer zu sein. Dafür Himbeeren, so weit der Arm reicht.