OE/OO-038 Traunstein

Traunstein am Tag von Chiemgau on Air

10. Mai 2025 ·20 m / 40 m

1 691 Meter, sechs Punkte, 32 Verbindungen — und im Hintergrund ein Aktionstag, der an diesem Samstag die halbe Chiemgauer Bergkette auf die Bänder brachte.

Weites Panorama vom Traunstein über den ganzen Traunsee, links die senkrechte Kalkwand, rechts Gmunden und das Alpenvorland
10.05.2025 · OE/OO-038

Der Traunstein ist der Berg, den man von Gmunden aus immer im Blick hat. 1 691 Meter, Referenz OE/OO-038, sechs Punkte — und er steht nicht irgendwo im Hinterland, sondern direkt am Seeufer. Vom Wasser bis zum Gipfelkreuz sind es rund 1 270 Höhenmeter, ohne Vorgebirge dazwischen. Das ist der Grund, warum er von unten so unverhältnismäßig groß wirkt.

Weites Panorama vom Traunstein über den ganzen Traunsee, links die senkrechte Kalkwand, rechts Gmunden und das Alpenvorland

Früh los

Der Aufstieg begann im Dunkeln. Kurz nach sieben stand die Sonne schon über dem Gegenhang, der Weg lag aber noch im Schatten — und auf halber Höhe kommt diese Bank, die genau in die Lücke zwischen zwei Fichten gestellt wurde.

Eine Holzbank auf halber Höhe, dahinter der Blick über den Traunsee bis zum Höllengebirge

Am Gipfel dann die andere Richtung: Gmunden am Seeausfluss, dahinter das Alpenvorland bis zum Dunst am Horizont.

Blick vom Gipfel über Gmunden und den Traunsee hinaus ins Alpenvorland

Chiemgau on Air

Ich war an diesem Samstag bei der ersten Auflage von „Chiemgau on Air” dabei — einem SOTA-Aktionstag, den der DARC-Ortsverband Traunstein ins Leben gerufen hat. Nette Fügung: der Ortsverband heißt wie der Berg, auf dem ich saß, liegt aber gut hundert Kilometer weiter westlich in Bayern.

Das Ziel war, an einem Tag alle 42 Chiemgauer SOTA-Gipfel zu besetzen, vom Sattelberg mit 820 Metern bis zum Sonntagshorn mit 1 961. Am Ende waren es 31 von 42, gemacht von 35 Funkamateuren aus Deutschland, Österreich und Südtirol. Dazu ging das Sonderrufzeichen DL25COA in die Luft.

Der Traunstein selbst zählt nicht zum Chiemgau — an so einem Tag ist das aber eher ein Vorteil. Wenn dreißig Gipfel gleichzeitig auf den Bändern sind, muss man nicht lange suchen: man dreht über das Band und sammelt eine Verbindung von Gipfel zu Gipfel nach der anderen ein.

Die Station

Aufgebaut war die kleine Ausrüstung: Teleskopstrahler mit Verlängerungsspule auf einem niedrigen Dreibein, ein Radial über den Fels gelegt, kurzes Koax zum Gerät.

Der Teleskopstrahler mit Spule auf einem Dreibein am felsigen Gipfel, dahinter der Blick ins Alpenvorland

Gefunkt wurde mit der KX2 auf 20 Metern, 14,219 MHz in SSB, dazu ein Abstecher auf 40.

Die KX2 auf 14,219 MHz in USB, das S-Meter zeigt an

Was daraus wurde

32 Verbindungen. Auf der Karte in der SOTA-Datenbank zieht sich das quer über den Kontinent: Wales im Westen, Pamplona in Nordspanien, Turin und Mailand im Süden, Breslau im Norden und ganz rechts außen ein Anruf aus der Ukraine. Der Großteil lief auf 14 MHz, ein Teil auf 7.

Sechs Punkte für einen Berg, den ich von zu Hause aus jeden Tag sehe. Das ist die angenehmste Sorte Aktivierung.

Die Aktivierung in Zahlen
Referenz OE/OO-038
Punkte 6
QSO 32
Bänder 20 m / 40 m

73 · OE5SOS